Der erste Sommer

Von göttlichen Trauben am Haus, sich sonnenden Hühnern, ungezogenen Welpen und einer Natur, die sich wahrhaftig alles zurückholt und zugleich viel gibt..

Was soll man sagen über unseren ersten Sommer in Altusried, den Sommer 2018. Eine Jahreszeit der Rekorde, der Superlative und des ungebremsten Wachstums. Klar, wir hatten schöne, sonnige Tage, der Garten war so voller Obst, dass wir völlig überfordert waren. Aber gleichzeitig sind die Haus-Quellen der Nachbarn versiegt, die Heuernte ist zur Hälfte ausgefallen und in Schweden brennen die Wälder. Fühlt sich komisch an, aber der Mensch ist ja ein guter Verdränger und erfreut sich doch eher an Tagen am See und Nächten am Lagerfeuer. War also ein toller Sommer oder zumindest ein warmer Empfang mit Nachbarschaftsfesten, Weintrauben am Haus und sonnigen Spaziergängen mit unserem Hund Boo - der übrigens zeitgleich in den Hof eingezogen ist wie wir, sprich: wir hatten ein Bett, einen Tisch und einen Welpen.. Chaos vorprogrammiert. Zudem viel Besuch aus der alten Heimat (das Interesse an den Exoten ist natürlich groß). Das war schön, wir haben es genossen und alles fühlte sich noch eher an wie ein sehr langer Urlaub. Außerdem kann man so manche Hilfe im Garten und um den Hof gut gebrauchen. Nicht, dass es uns langweilig wird so in der Einsamkeit… Der Sommer ist schier endlos und mündet Anfang November direkt im Winter. Die bunten Blätter bleiben eine kurze Episode in dieser verrückten Jahreszeit. Irgendwie freuen wir uns auf den Winter. Nichts mehr ernten zu müssen, den Garten brach liegen zu lassen und auf das Feuer im Kamin.

Ja, was soll man sagen - wir lassen Bilder sprechen:

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